JoPhis Argumente

Hier sind kommentarlos ein paar der „alten“ Tänze charakterisiert.Wo diese Definitionen her sind? Also bitte, lest doch Kirnberger und Mattheson,da steht alles geschrieben,was ihr sucht/braucht (und noch viel mehr).

Bourée – lebhafter Tanz im 4/4 oder 2/2 Takt meist mit Auftakt, im 16.Jhd. Hoftanz in Frankreich, später       Wandlung zum Volkstanz in der Auvergne.

Forlane – aus Norditalien (Friauler) stammender flotter Tanz, der Gigue nicht unähnlich.

Passepied – Rundtanz meist im 3/8 Takt, ursprünglich aus der Bretagne.

Rigaudon – lebhafter Reihen- und Paartanz, im 17.Jhd. aus Volkstänzen der Provence  entstanden.

Chaconne – im 16.Jhd. aus spanischem Volkstanz entstanden, oft mit 8-Taktigem Bass-Ostinato.

Sarabande – gravitätischer Schreittanz, Ursprung ist Spanien oder Mexiko, oft Betonung  auf  der 2. Viertel, reiche Verzierungsmöglichkeit.

Rondeau – französischer Rundgesang mit Wurzeln im 13.Jhd., der sich wiederholende  Teil (Ritornell) wechselt mit neuen Teilen (Couplet) hin und her.

Entrée – marschartig langsame Einleitung.

Courante – urspr. „die Laufende“, unter Louis 14. zum höfischen „danse très grave“.

Menuetto – altfranzösischer langsam gemessener 3/4 Takt, erst im späten 18.Jhd. zierlicher  und schneller.

Gavotte –  schneller Gesellschaftstanz aus der Bretagne, halbtaktiger Beginn.

Loure – langsamer Tanz aus der Normandie, vergleichbar mit Sarabande.

Canarie – schneller, der Gigue ähnlicher Tanz, wahrscheinlich von den Kanarischen Inseln über Spanien nach Frankreich gelangt.

Souabe – schlichter, einfacher, allemandenartiger Tanz, wahrscheinlich aus Schwaben.

Marche – Marsch, Ursprung allgemein militärisch.

Carillons – kommt aus den Niederlanden und Nordfrankreich, imitiert ein Kirchen- oder Turmglockenspiel.

Polonaise – feierlich breiter Schreittanz aus Polen, ab ca.1700 höfisch.

Corrente – entwickelt sich in Italien aus der Courante, ist aber saltarelloartig schnell.

Musette – gleichnamig mit französischen Oboen- und Dudelsackinstrumenten, ruhigpastoral wiegend.

Allemande – deutscher Reigen- und Schreittanz, 4/4 auch 3/4 Takt, später entwickelt sich aus   dem schnellen 3/4 Takt der Walzer.

Cosack – aus Osteuropa und Russland.

Gigue – entwickelt aus der irischen Jig („springen, hüpfen“), schneller 6/8 oder 12/8 Takt.

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Kategorien: Entschlüsselung des Notentextes, Geschichte(n) der Klarinette, Historie | Hinterlasse einen Kommentar

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