Divertissement – CD Nummer 1 – 2006

Georg Druschetzky wurde im Jahr 1745 in Westböhmen geboren. 1762 trat er als Militärmusiker in den Dienst des 50. Galizischen Linien-Infanterie-Regiments des Grafen von Stain. Zwischen 1773 und 1775 zeichnete er seine Briefe als Capelmeister von Stainschen Inf.Reg. Danach wurde er „bestallter Landschaftpauker“ in Linz, wo er neben seiner kompositorischen Aktivität auch als Verleger in Erscheinung trat. Ab September 1783 wurde er Mitglied der Wiener  Tonkünstler- Societät, und ab etwa 1786 folgte er einer Berufung des Grafen Grassalkovics nach Pressburg (heute Bratislava). In dessen Diensten stand er zumindest bis 1795, dem Todesjahr des Grafen. Danach scheint er in Pest (linkes Donauufer von Budapest) für das Theater gearbeitet zu haben. Ab 1807 war zunächst als Komponist, später (1813) als Musikdirektor beim Erzherzog und Palatin Joseph Anton Johann von Ungarn angestellt, der eine achtstimmige Harmoniemusik unterhielt. Sein Sterbedatum ist mit dem 6. September 1819 angegeben, andere Quellen sprechen vom 21. Juni 1819 (Rau in MGG Band XV).
Das kompositorische Schaffen Druschetzkys umfasst 26 Sinfonien, Solokonzerte für unterschiedlichste Besetzungen und Kirchenmusik, vor allem aber ein sehr umfangreiches Oeuvre für Bläser- und Harmoniemusik-Besetzungen.
Seine 32 Divertissements wurden aus den erhaltenen Stimmheften in der Helikon Bibliothek im Schloss Festetics durch Bernhard Habla im Musikverlag Kliment herausgegeben. CLARIMONIA hat aus den Einzelsätzen 3 Divertimenti in klassischer Satzfolge zusammengestellt, die in ihrer Unterschiedlichkeit die große Vielseitigkeit des Komponisten Druschetzky darstellen.

 Johann Joseph Rösler, nicht zu verwechseln mit seinem Namensvetter Anton Rösler (Antonio Rosetti), wurde am 22.8.1771 in Schemnitz (Slowakei) geboren. Gegen den Willen seiner Eltern widmete er sich früh alleine seiner musikalischen Ausbildung und wurde 1795 Kapellmeister des Ständetheaters in Prag. 1805 folgte  die Berufung zum Kapellmeister der Hoftheater in Wien. Am 18.1.1813 starb er in Prag.
Seine Partita für drei Bassetthörner war lange Mozart zugeschrieben worden, die musikwissenschaftliche Forschung konnte diesen Irrtum jedoch mittlerweile aufklären.

Anton Stadler, geboren am 28.6.1753 in Bruck, spielte als Klarinettist in der Privatkapelle von Dimitrij Fürst Galizin, bevor er 1782 gemeinsam mit seinem Bruder Johann in der Wiener Hof-Musikkapelle eingestellt wurde. Als Mitglied der K.u.K. Harmoniemusik und Freimaurer lernte er W.A.Mozart kennen, und konnte dessen sämtliche Werke mit Klarinette uraufführen. Als Solist mit dem für seine Bassettklarinette komponierten Konzert in A-Dur unternahm er ausgedehnte Konzertreisen durch ganz Europa, vor allem in Richtung St.Petersburg. Sein Plan, eine eigene Musikschule zur Ausbildung des Bläsernachwuchses zu gründen, musste leider unvollendet bleiben. Seine 18 Terzetti für drei Bassetthörner sind vor 1800 entstanden und wurden in erster Linie zum eigenen Gebrauch im Trio mit seinem Bruder und dem Instrumentenmacher Theodor Lotz aus Bratislava verwendet. Stadler starb am 15.6.1812 verarmt in Wien.

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Kategorien: Divertissement - Musik für drei Bassetthörner, Tonträger | Hinterlasse einen Kommentar

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