Zur ganz frühen Literatur :

Es gibt schon relativ früh Werke mit der Besetzung “Clarinette“ ,es wäre jedoch vermessen festzustellen ,es gäbe einen durchlaufenden roten Faden.

Einige Beispiele:
70 frühe Duos – für 2Chalumeaux ,2Klar.,2Oboen,2Violinen,2Flöten,2Trompeten oder
2Jagdhörner  um 1717
Vivaldi(1678-1741) :Juditha Triumphans 1716
Caldara(1670-1736):Ephigenie in Aulis 1718
Telemann(1681-1767):Cantaten ab1721
Rathgeber(1682-1764):Konzerte ab 1728
Händel(1685-1759):Overtüre 1744
Molter(1696-1765):Konzerte ab1747

Für wen die Werke geschrieben wurden ist im einzelnen schwierig nachweisbar, auffällig ist das J.Denner 1710 bereits 10 Klarinetten verkauft hat (heute bekannt), in den darauf folgenden Jahren wurden von vielen Orchestern Klarinetten  gekauft .Man darf also die Frage stellen, wer diese Instrumente bedient hat, und was aus diesen Instrumenten gespielt wurde.
Es gibt zwei Deutsche -August Freudenfeld und Francis Rosenberg-, die 1726-27 aus dem nichts Klarinette spielend in London auftauchen. Kurz darauf ein misteriöser Mr.Charles mit Sohn, beide eigentlich Hornisten, nebenbei auch Flöte und Oboe spielend. Wahrscheinlich hat Händel seine „Overtüre“ für diese geschrieben. Johann Ludwig Rose (1675-1759) 1.Oboist und Blockflötist in Köthen unter J.S.Bach 1717-23 verschwindet gleichzeitig mit Bach. Er war treuer und begeisterter Denner-Kunde und wird danach nur noch mit J.Mattheson in Hamburg in Verbindung gebracht, aber nicht mehr als Oboist, sondern mit diesem „neuen Instrument“ aus Nürnberg.
Molter schrieb seine Konzerte wohl für Johann Reusch ,von Hause aus Flötist und Oboist,der sich der neuen Klarinette bediente.

So wage diese Angaben sind zeigen sie dennoch folgendes:
1.Die Musiker in den Orchestern wie als Solist waren nicht auf ein  Instrument spezialisiert.
2.Die Klarinette wurde recht schnell von verschiedensten Instrumentalisten angenommen.
Es gibt sehr frühe Zeugnisse über die Klarinette und deren Klang ,man darf davon ausgehen,das die Musik,die erklang,die Musik war ,die die Musiker gewohnt waren,das erklärt zumindest die beiden Richtungen fanfarenartig und figurativ,also Oboe/Flöte oder Clarin/Horn als musikalischer Hintergrund.

Musiker bis ca.1760 teilen sich in folgende Gruppen:
-reisende Virtuosen
-Hofmusiker
-Kirchen und Stadtmusiker
-Militärmusiker
-Spielleute

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Kategorien: Geschichte(n) der Klarinette, Literatur | Hinterlasse einen Kommentar

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