Monatsarchiv: August 2013

Zur ganz frühen Literatur :

Es gibt schon relativ früh Werke mit der Besetzung “Clarinette“ ,es wäre jedoch vermessen festzustellen ,es gäbe einen durchlaufenden roten Faden. Weiterlesen

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Grundsätzliches 1

„Eigentlich-müsste-man-mal“ – dieser Satz stellt an sich bereits nicht nur die größte Bremse auf jedem Weg, den wir beschreiten wollen, dar, er kann auch, in seine Einzelbestandteile zerlegt, zur Warnung für jeden vernunftbegabten kreativen Menschen werden: Vermeide wo immer es geht eines dieser vier Worte, es sei denn Du möchtest in der Welt der Politik und Hochfinanz Erfolg haben. Weiterlesen

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Vorgeschichte 1

Wenn wir die Geschichte der Klarinette  in ihrem Umfeld verstehen wollen, müssen wir natürlich vor der eigentlichen (Er)Findung ihrer selbst beginnen. Wo starten wir? Vielleicht nehmen wir so ca. 50 Jahre und versuchen ein Bild von den allgemeinen Lebensbedingungen zu machen. Wie weit waren unsere Holzbläserkollegen entwickelt, also die, die heute immer noch um uns herum sitzen? Die Exoten –wie Serpent, Nasenflöte oder Pyrophon- lassen wir dabei außen vor. Weiterlesen

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CLARIMONIA:

 

„Den ausübenden Musikern wie den Zöglingen der Musikschulen kann nur angeraten werden, wo die Gelegenheit sich bietet, in den vorhandenen Sammlungen sich über alle bestehenden Orchesterinstrumente eine gewisse Einsicht zu verschaffen, namentlich aber über die einzelnen Entwicklungsstufen ihres eigenen Instrumentes eine hinreichende Anschauung zu gewinnen. Eine derartige Erweiterung des Gesichtskreises kann nur fördernd wirken und wird manche irreführenden Vorurteile zerstreuen.“   (W.Altenburg :“Die Klarinette“ Heilbronn 1904)

Clarimonia hat sich diesen Satz als quasi Leitmotiv gewählt und verfolgt seit Jahren mit seinen Konzertprogrammen das Ziel, sein Publikum mit der Entwicklungsgeschichte der Klarinette am Beispiel der dazu passenden Musik vertraut zu machen. Neben bisher drei erschienenen CD’s und einer weltweiten Konzertaktivität rückt dabei die Weitergabe der eigenen Erfahrungen durch Meisterkurse, die regelmäßig in der Schweiz, den Niederlanden, Japan sowie an diversen Hochschulen in Deutschland stattfinden, immer mehr in den Mittelpunkt.
Dabei müssen es nicht immer drei gleiche Instrumente sein: die im Konzert reichlich erprobte Mischbesetzung 2Klarinetten/Bassetthorn zieht sich wie ein roter Faden durch die Literatur der Jahrhunderte. Darüber hinaus bietet der grundsätzliche Gedanke des 18.Jahrhunderts, Kammermusik nicht nur Instrumentenspezifisch zu sehen sondern die Idee der Musik für die im Augenblick zur Verfügung stehenden Instrumente zu adaptieren, reichhaltige Möglichkeiten der Programmerweiterung. Die Instrumente ,die dabei erklingen, stammen aus allen Epochen der Klarinettengeschichte von der ganz frühen 2klappigen Kopie eines Instrumenten von J.Denner über 5klappige und 9klappige „klassische“ Klarinetten bis zur Romantischen Klarinette wie sie durch G.Ottensteiner bekannt wurde. Dazu gibt es die entsprechenden Bassetthörner – es ergibt sich also eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten.

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für Ungeduldige in kurz

 

CLARIMONIA wurde vor über 15 Jahren von dem Bamberger Instrumentenmacher Jochen Seggelke ins Leben gerufen, der u.a. an  „Schola Cantorum“ in Basel zum Klarinettisten ausgebildet worden ist.

Grundlage des gemeinsamen Musizierens bei CLARIMONIA  ist der Wunsch, mit Gleichgesinnten die Klarinettenliteratur aus 300 Jahren auf historisch exakten Kopien entwicklungsgeschichtlich bedeutsamer Klarinetten des 18. und 19. Jahrhunderts zu erarbeiten und in Workshops und Konzerten erlebbar zu machen. Stellvertretend für die intensive Konzerttätigkeit des Ensembles seien Gastauftritte bei den Kongressen der DeutschenKlarinettenGesellschaft in Leipzig, Düsseldorf, Berlin und Dresden sowie Konzertreisen durch Europa, Japan, und die USA erwähnt; Meisterkurse an dortigen Musikhochschulen und Universitäten stießen auf überwältigende Resonanz.  Im Sommer 2012 nahm CLARIMONIA mit „clarimonia@twilight“ die vierte CD auf, es ist die zweite Produktion von CLARIMONIA im Sendesaal Bremen.

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Frühzeit-Quelle5

J.G.Walther

Musikalisches Lexikon 1732

 

„Clarinetto, ist ein zu Anfange dieses Seculi von einem Nürnberger erfundenes, und einer langen Hautbois nicht ungleiches hölzernes Blas-Instrument, ausser das ein breites Mund-Stück daran befestigt ist; klingt von ferne einer Trompete ziemlich ähnlich, und gehet vom f bis zum d durch.“

 

„Denner(Johann Christoph) ein Flötenmacher, gebohren zu Leipzig den 13.Aug.an.1655 begabe sich in dem achten Jahre seines Alters mit seinen Eltern nach Nürnberg, allda solche sich wohnhaft niederließen, und erlernte von seinem Vater das Wildruff- und Horn-Drehen, welches dieser als seine Profession triebe, mit viel Fleiß; hierauf legte er sich auch auf die Flöten und andere blasende Instrumente zu machen, und brachte nachdeme bey selbigen, da er sich zugleich in der Music, die er ohne einen Lehrmeister begriff, trefflich habilitierte, nach den musikalischen Fundamenten eine so accurate Stimmung an, daß dergleichen Instrumenta, absonderlich aber seine Flöten, deswegen allenthalben, auch an den entferntesten Oertern, vor andern sehr stark gesuchet wurden. Zuletzt triebe ihn sein Kunst-Belieben annoch dahin an, wie er noch ein mehrers durch seine Erfindung und Verbesserung bey bemeldten Instrumenten dargeben möchte; dieses gute Vorhaben erreichte auch würcklich einen erwünschten Effect, indem er zu Anfang dieses laufenden Seculi eine neue Art von Pfeiffen-Wercken, die so genannte Clarinette zu der Music-Liebenden großen Vergnügen, ausfande, ferner wiederum die vor alten Zeiten schon bekannte Stock- oder Racketten-Fagotte. Diese rechnet man zu der Art der compendieusesten Fagotte, dann innwendig die Röhre sich neunfächig umwendet, da solche sonsten neunmal so lang sind. s.Hrn Doppelmayers Historische Nachricht von den Nürnbergischen Künstlern, p.305. Endlich auch die Chalumeaux verbesserter darstellte. Er starb den 20.April an.1707 und hinterließ zwey Söhne, welche den Ruhm ihres Vaters durch eine weitere Ausübung, so wohl in geschickter Verfertigung als künstlicher Tractirung eben dieser Instrumenten annoch bestens befördern.“

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